In Langkawi nutzten wir dann die Vorzüge des Reisens zu dritt und nahmen uns zusammen einen für Backpackerverhältnisse verdammt luxuriösen Strandbungalow im Westen der Insel. Danach hieß es erst mal Ausruhen am Strand, lesen, schwimmen, essen, trinken. Zum ersten Mal Pauschalurlaub. Allerdings nur für einen Tag.
Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Auto und erkundeten die Insel. Ich hatte hier zum ersten Mal das Vergnügen links zu fahren, eigentlich kein Problem, doch manchmal brauchte es doch noch einen lauten Ruf der Mitfahrer: "Links!!" Schalten mit links ist lustig, aber am gemeinsten war das Blinken, bei dem ich immer erst die Scheibenwischer auslöste. Sicherlich von außen ein lächerliches Bild bei dem Sonnenschein, aber ich bin sicherlich zehn Mal darauf reingefallen.
Am nächsten Tag hatte dann nur eines Sinn: Ich brauche eine Massage! Deswegen ging ich den Strand entlang zum nächsten Stand, wo ich auch gleich ein Angebot bekam. Wir handelten aber noch mindestens eine Stunde lang über den Preis. Ich wollte natürlich dass mich eine Frau massiert und meinte die Thaimassagen in der Stadt wären viel günstiger. Er versuchte mich davon zu überzeugen, dass die Thaifrauen zwar alles mögliche können, aber nicht gut massieren und dass er die beste Frau, zumal auch noch hübsch, am Start hätte. Am Ende einigten wir uns dann auf 60 Minuten Ganzkörpermassage für etwa zehn Euro. Sicherlich noch ein gutes Geschäft für ihn.
Aber es hat sich gelohnt. Eine bequeme Liege in einer Hütte am Strand. Ein Ventilator, der angenehm kühle Luft verbreitete, das Rauschen des Meeres im Hintergrund und eine Stunde lang Durchkneten. Danach fühlte ich mich, als wäre ich bereit für einen Marathon.
Am nächsten Tag musste ich mich dann wieder von Kathrin und Sigi trennen, die zurück nach Singapur fliegen wollten, wohingegen ich weiter nach Thailand wollte, das nur noch einen Steinwurf von Langkawi entfernt ist. Ich ließ die zwei nicht gern ziehen, aber ich ließ sie. Es war eine tolle Woche gemeinsames Reisen, und ich bin gespannt, ob ich noch mal so unkomplizierte und liebe Reisepartner treffen werde.
Anders als geplant hatte ich aber keine Lust gleich am selben Tag weiterzuziehen und verbrachte noch eine Nacht am Nachbarstrand, der noch einsamer und hübscher als der Erste war.
An diesem letzten abend bekam ich wieder einmal zu spüren, in was für einem herzlichen Land ich unterwegs war und was für liebenswerte Menschen die Malaien sind. Ich ging die Strandpromenade entlang auf der Suche nach ein bisschen Unterhaltung. Aus einer Beachbar ertönte Livemusik. Es war nicht viel los, aber vor dem Eingang stand eine Gruppe junger Malaien. Es brauchte nur einen Satz, um mir beste Freunde zu machen: "Hi, not many people around here, are you going in?" Sofort entgegnete der Älteste der Gruppe, Daniel, sie würden
Ein Sturm zog auf und wir beschlossen heim zu gehen, bevor es richtig los legt. Wir verabschiedeten uns herrlich und als ich schon zu meiner Hütte unterwegs war, überholten sie mich mit ihrem Moped, riefen mir noch "Fraaank!" nach und winkten euphorisch. Als ich am nächsten morgen schon in der Fähre nach Thailand saß, bekam ich eine SMS von Daniel.Er schrieb, ich solle ihn auf jeden Fall wissen lassen, falls sich meine Nummer ändert und wenn ich wieder in Langkawi bin, würde er sich freuen, wenn er mich zum Essen zu sich nach Hause einladen dürfte.
Das ist Malaysia!!
1 Kommentar:
Hey Frank,
haste meine Email bekommen?!
Alles Gute weiterhin.. triffst du dich noch mit Bianca in Thailand?
Gruß aus dem sonnigen KA, ;)
Dominik
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