Was mich tatsächlich dort erwartete, lag irgendwo zwischen zum brüllen komisch und gruselig. In der Empfangshalle lag ein Hund unter dem Tisch, eine Katze auf dem Tisch, neben irgendeinem dampfenden Gebräu. Der Boden bestand aus nicht mehr als fleckigem Beton. Überall verbreiteten Räucherstäbchen und andere Quellen einen seltsamen Geruchscocktail. Hinter einem Tresen stand ein Chinese, der Besitzer des Ghuesthouse. Er präsentierte ein leicht debiles Grinsen, dass auch dann nicht aus seinem Gesicht wich, als wir über das Zimmer und den Preis debattierten. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er entweder über mich lachte, oder aber deutlich zu viel Gras in den letzten Jahrzehnten konsumiert hatte. Dann kam eine Frau herein, die sich als die Ehefrau des Chinesen vorstellte und mich in mein Zimmer, einen sehr heruntergekommenen, fensterlosen Verschlag führte. Sie redete ziemlich wirres Zeug, wobei ein europäischer Akzent nicht zu überhören war. Auf die Frage hin meinte sie, sie komme eigentlich aus der Schweiz. Auf jeden Satz folgte ein verrücktes Gekicher. Irgendwie erinnerte sie mich an Nina Hagen. Ich fragte mich langsam, ob ich hier überhaupt sicher war. Schnell flüchtete ich zum Abendessen in ein chinesisches Restaurant in der Nähe.
Donnerstag, 3. Mai 2007
Die Freakshow von Melaka
Die Unterkunft, die ich in Melaka spät abends mit dem Taxi ansteuerte, hatte ich blind ausgewählt. Ich wollte nur eine Nacht bleiben, und so war Qualität nebensächlich.
Was mich tatsächlich dort erwartete, lag irgendwo zwischen zum brüllen komisch und gruselig. In der Empfangshalle lag ein Hund unter dem Tisch, eine Katze auf dem Tisch, neben irgendeinem dampfenden Gebräu. Der Boden bestand aus nicht mehr als fleckigem Beton. Überall verbreiteten Räucherstäbchen und andere Quellen einen seltsamen Geruchscocktail. Hinter einem Tresen stand ein Chinese, der Besitzer des Ghuesthouse. Er präsentierte ein leicht debiles Grinsen, dass auch dann nicht aus seinem Gesicht wich, als wir über das Zimmer und den Preis debattierten. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er entweder über mich lachte, oder aber deutlich zu viel Gras in den letzten Jahrzehnten konsumiert hatte. Dann kam eine Frau herein, die sich als die Ehefrau des Chinesen vorstellte und mich in mein Zimmer, einen sehr heruntergekommenen, fensterlosen Verschlag führte. Sie redete ziemlich wirres Zeug, wobei ein europäischer Akzent nicht zu überhören war. Auf die Frage hin meinte sie, sie komme eigentlich aus der Schweiz. Auf jeden Satz folgte ein verrücktes Gekicher. Irgendwie erinnerte sie mich an Nina Hagen. Ich fragte mich langsam, ob ich hier überhaupt sicher war. Schnell flüchtete ich zum Abendessen in ein chinesisches Restaurant in der Nähe.

Ich überlebte die Nacht, und am nächsten Tag machte ich eine kurze Tour durch Melaka. Die Stadt hat viel weniger zu bieten, als der bekannte Name erhoffen lässt. Die gleichnamige Straße von Melaka zwischen Sumatra und Malaysia gilt heute wegen der häufigen Piratenübergriffen als gefährlichste Seestraße der Welt. Aber ansonsten: ein paar Touristenattraktionen, Chinatown mit seinen vielen kleinen Läden, wo die Leute den verschiedensten Handwerksberufen nachgehen oder Gewürze verkaufen, und ein stinkender Fluß, der sich durch die Innenstadt schlängelt. Das wars. Deswegen holte ich schon mittags meinen Rucksack in der verrückten Unterkunft ab, wobei ich von der Frau noch mit einem "Donke, doss hier warst, hihihi" verabschiedet wurde, und stieg in meinen Bus nach Kuala Lumpur.
Was mich tatsächlich dort erwartete, lag irgendwo zwischen zum brüllen komisch und gruselig. In der Empfangshalle lag ein Hund unter dem Tisch, eine Katze auf dem Tisch, neben irgendeinem dampfenden Gebräu. Der Boden bestand aus nicht mehr als fleckigem Beton. Überall verbreiteten Räucherstäbchen und andere Quellen einen seltsamen Geruchscocktail. Hinter einem Tresen stand ein Chinese, der Besitzer des Ghuesthouse. Er präsentierte ein leicht debiles Grinsen, dass auch dann nicht aus seinem Gesicht wich, als wir über das Zimmer und den Preis debattierten. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er entweder über mich lachte, oder aber deutlich zu viel Gras in den letzten Jahrzehnten konsumiert hatte. Dann kam eine Frau herein, die sich als die Ehefrau des Chinesen vorstellte und mich in mein Zimmer, einen sehr heruntergekommenen, fensterlosen Verschlag führte. Sie redete ziemlich wirres Zeug, wobei ein europäischer Akzent nicht zu überhören war. Auf die Frage hin meinte sie, sie komme eigentlich aus der Schweiz. Auf jeden Satz folgte ein verrücktes Gekicher. Irgendwie erinnerte sie mich an Nina Hagen. Ich fragte mich langsam, ob ich hier überhaupt sicher war. Schnell flüchtete ich zum Abendessen in ein chinesisches Restaurant in der Nähe.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Hallo Frank,
Ich habe Deinen Blog dank Deinen Vater gefunden.
Vielen Dank für die zahlreiche Bilder und Texten. Vielleicht wird Du Französisch in Vietnam und in Kampuchea sprecheN.
Tschuss aus Frankreich,
Séverine
GRÜßE für dich ausm sonnigen und schönen berlin
hab mich sehr über diesen eintrag amüsiert *g* hätte dieses verrückte paar zu gern mal gesehen. haste keine beweisfotos oder videoaufnahmen?
weiterhin viel erfolg im vorrankommen und schöne erlebnisse
ne dicke umarmung von
Nadja
Kommentar veröffentlichen